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Was ist Architeuthis?

Architeuthis ist ein open source-Softwaresystem, das die Entwicklung verteilter Java-Programme unterstützt und den Rahmen für ihre Ausführung bereitstellt. Damit lassen sich selbst in Privathaushalten die Rechenleistungen mehrer Computer für rechenintensive Anwendungen wie Raytracing oder Video-Encodierungen bündeln, für die sonst teure Großrechner nötig wären.

Architeuthis ist ein ComputeServer. Dieser nimmt Aufgaben entgegen, berechnet sie und liefert das Ergebnis zurück. Er ist verantwortlich für:

Er nutzt hierfür Multiprozessorsysteme oder Rechnernetze.

Informationen zum Projekt und Downloadmöglichkeiten sind verfügbar unter http://developer.berlios.de/projects/architeuthis/

Entstehung des Softwaresystems Architeuthis

Architeuthis ist entstanden im Rahmen eines Softwarepraktikums in der Abteilung Intelligente Systeme an der Universität Stuttgart. Die teilnehmenden Studenten an diesem Praktikum waren (Namen gefolgt von Email-Adressen, wobei @ durch at ersetzt wurde)

Betreut wurde das Projekt von Dietmar Lippold (dietmar.lippold at informatik.uni-stuttgart.de). Das Projekt wurde unter der Leitung von Dietmar Lippold von Oktober 2003 bis April 2004 im Rahmen der wissenschaftlichen Hilfstätigkeit von Andreas Heydlauff und Jürgen Heit weiterentwickelt. Anfang 2004 wurde die Version 1.0 unter GPL-Lizenz Version bei berliOS bereitgestellt wurde. Aktuell sind folgende Personen an der Weiterentwicklung beteiligt: Die Software ist seit Version 1.2 als stabil und zuverlässig anzusehen.

Das Projekt steht prinzipiell weiteren Mitentwicklern offen und nimmt gerne Feeback entgegen.

Woher kommt der Name?

Der Name des Systems lehnt sich an die schematische Darstellung der Struktur des Systems an:

Struktur

Diese erinnert entfernt an einen Riesenkalmar - einen Architeuthis. Riesenkalmare sind Kopffüßer. Sie besitzen 10 Arme, die um die Mundöffnung gruppiert sind, wovon zwei zu Tentakel umgebildet sind. Riesige Tintenfische gehörten bis zum Beginn dieses Jahrhunderts offensichtlich eher in ein Märchenbuch als in eines über Zoologie. Obwohl seit Jahrhunderten Berichte über Sichtungen von Riesenkalmaren und über Begegnungen mit diesen Tieren berichtet wurde, wurden die Erzählungen meist als Seemannsgarn verspottet und ins Reich der Legenden verschoben. Selbst die Funde gestrandeter Kalmare mit Längen von weit über 10 Metern wurden nicht ernst genommen. Heute weiß man allerdings, dass es diese Tiere tatsächlich gibt. Der erste wissenschaftliche Beweis war der Schnabel eines 1854 in Jütland (Dänemark) gestrandeten Tieres, der durch Zufall in die Hände des Naturforschers Japetus Steenstrup gelangte. Dieser untersuchte den Schnabel und beschrieb so den ersten Riesenkalmar, Architeuthis dux. (Quelle: http://www.net-lexikon.de/Riesenkalmare.html)

Download und Kontakt

Die Releases, insbesondere die aktuelle stabile Version, sind abrufbar unter http://developer.berlios.de/project/showfiles.php?group_id=1370

Die aktuelle Entwicklerversion ist aus dem Subversion-Repository abrufbar unter dem URL svn://svn.berlios.de/architeuthis. Man kann diese z.B. mit folgendem Befehl downloaden: svn checkout svn://svn.berlios.de/architeuthis
Das Repository kann kann man sich auch mittels Web-Browser anschauen unter http://svn.berlios.de/viewcvs/architeuthis/

Die Entwickler können über folgende Adresse kontaktiert werden: architeuthis-devel at lists.berlios.de


Letzte Änderung: 27.05.2009 von Dietmar Lippold (lippold at users.berlios.de)